Für Cupcake Video Rezepte, schaut im Kurs vorbei:

  1. Die „Liebe“ ❤️ beim Backen bedeutet vor allem, dass man sich die nötige Zeit nimmt. Wenn also ein Rezept damit beginnt, Butter und Zucker cremig zu rühren, muss man diesen Zutaten wirklich die Zeit geben, sich genügend zu verbinden. Die Zuckerkristalle rühren in die Butter Luft ein 🌬️ Das ist wichtig, weil sich die Luft beim Backen ausdehnt und damit der Kuchen lockerer wird. Deshalb darf die Butter auch vorab nicht erwärmt oder geschmolzen werden, weil sie dadurch instabil wird und die winzigen Luftblasen nicht entstehen.
  2. Glutenbildung beim Verarbeiten von Mehl: Gluten ist der „Kleber“ im Mehl, der sich aus den Mehleiweisen bildet. Wir benötigen diesen Kleber, damit unsere Kuchen stabil sind, aber nur in kurzen Verbindungen. Sobald das Mehl mit Flüssigkeit geknetet oder gerührt wird, bilden sich je länger man rührt umso längere Glutenverbindungen. Diese machen den Kuchen trocken und zäh. Deshalb darf man bei den klassischen Rührkuchenteigen sobald das Mehl dazugegeben ist nicht mehr stark rühren und nur gerade so lange wie unbedingt nötig.
    Im Gegensatz dazu muss man Brot-, Hefeteige, etc. sehr lange kneten. Hier brauchen wir die langen Glutenverbindungen, da diese es z.B. ermöglichen die grossen Luftblasen zu „halten“, die die Hefe beim aufgehen bildet.
  3. Immer den Ofen auf Backtemperatur 🌡️ bringen bevor man die Kuchen backt. Während des Backens möglichst nicht öffnen. Ansonsten variiert die Backdauer.
  4. Wenn ihr ein neues Rezept ausprobiert und es zu trocken ist könnt ihr folgendes ausprobieren:
    Ersetzt einen Teil der Butter durch Margarine. Die Margarine hat einen höheren Fettanteil und besteht aus ungesättigten pflanzlichen Fetten. Butter kann 1:1 mit Margarine ersetzt werden. Sogar noch feuchter wird ein Kuchen, wenn man Pflanzenöl verwendet. Allerdings beträgt hier die Umrechung 1:0,8. Öl ist nahezu 100% Fett, während Butter nur ca. 80% Fett ist.
    Im Kuchen sind Zucker und Fett für die Feuchtigkeit verantwortlich. Man kann natürlich auch den Zuckeranteil erhöhen. Aber das beeinflusst den Geschmack zu sehr. Ich habe die besten Erfahrungen damit gemacht, nur einen Teil der Butter mit Margarine zu ersetzen. Besonders bei hellen Kuchen ist der Buttergeschmack wichtig im Teig.
  5. Einige Rezepte beinhalten Säure in bestimmten Formen, wie Essig, oder Sauerrahm. Das benötigt man, weil das Natron, das entweder pur verwendet wird, oder im Backpulver gelöst ist, mit Säure reagiert. Wir puschen diesen Effekt und erhalten dadurch fluffigere Kuchen.
  6. Bei den Eiern 🥚🥚 werden immer grosse Eier gemeint, die je ca. 55 g wiegen. Bei sehr grossen Mengen Teig können zu kleine oder zu grosse Eier die Teigzusammensetzung verzerren. Deshalb muss man in einem solchen Fall die Eier abwiegen und die angegebene Anzahl mit 55 multiplizieren, dann hat man die Grammanzahl der Eier. In diesen Fällen wiegt man besser die Eier 🥚🥚 ab.
  7. Cake-Formen immer mit einem Stück Backpapier am Boden auslegen. Dann lösen sie sich leichter.
  8. Je mehr Kuchen im Ofen gebacken werden, desto länger ist die gesamte Backzeit ⏰ Bei einem Haushaltsofen verlängert sich die Backzeit um ca. 5 Minuten pro zusätzlichem Kuchen. Wenn also als Grund-Backzeit 50 Minuten angegeben sind, müssen wir bei 2 Loafcakes ca. 55 Minuten Backzeit rechnen.

Viel Spass beim backen und ausprobieren!